Studie: 638 Schweizer KMU Websites analysiert und der Durchschnitt ist eine 4,5
Die durchschnittliche Website eines Schweizer KMU erreicht 4,5 von 10 Punkten. Von 638 analysierten Websites schafft keine einzige einen Gesamtschnitt von 7. Die grösste Schwäche ist SEO und Inhalt mit 3,6 von 10, gefolgt von Conversion mit 4,0. Das sind die Kernergebnisse unserer Analyse vom Juni und Juli 2026.
Warum diese Studie
Wir analysieren bei amai! laufend Websites von Schweizer KMU: strukturiert, nach einem festen Raster und mit denselben Kriterien für jede Website. Nach fünf Wochen und 638 Analysen ist daraus ein Datensatz entstanden, der eine ehrliche Antwort auf eine einfache Frage gibt: Wie fit sind die Websites der Schweizer KMU wirklich?
Methodik
Zwischen dem 14. Juni und dem 20. Juli 2026 haben wir 638 öffentlich erreichbare Websites von KMU in der Deutschschweiz analysiert, von Zürich über Basel, Zug und Luzern bis Bern und Solothurn. Vertreten sind unter anderem Handwerk und Bau, Gastronomie, Garagen, Gesundheitspraxen, Coiffeure und Kosmetik, Floristik, Reinigung und viele weitere Dienstleister.
Jede Website wurde in acht Kategorien mit 0 bis 10 Punkten bewertet: Erster Eindruck, Positionierung, Conversion, UX und Struktur, Visuelles Design, SEO und Inhalt, Vertrauen und Beleg sowie Mobile Erfahrung. Die Bewertungen sind indikativ und beruhen auf sichtbaren Website Elementen, nicht auf Analytics oder Labormessungen. Alle Resultate sind anonymisiert und aggregiert; einzelne Unternehmen werden nicht genannt.
Die Resultate im Überblick
Durchschnittswerte pro Kategorie über alle 638 Websites:
- Positionierung: 4,8 von 10. 41 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- Erster Eindruck: 4,7 von 10. 44 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- Visuelles Design: 4,7 von 10. 45 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- Vertrauen und Beleg: 4,6 von 10. 45 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- Mobile Erfahrung: 4,6 von 10. 47 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- UX und Struktur: 4,6 von 10. 47 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- Conversion: 4,0 von 10. 71 Prozent liegen unter 5 Punkten.
- SEO und Inhalt: 3,6 von 10. 85 Prozent liegen unter 5 Punkten.
Vier Zahlen fassen den Zustand zusammen. 71 Prozent aller Websites erreichen im Gesamtschnitt keine 5. Keine einzige der 638 Websites erreicht einen Gesamtschnitt von 7. 90 Prozent erreichen in keiner einzigen Kategorie eine 7. Und 59 Prozent haben mindestens eine Kategorie mit 3 Punkten oder weniger, also eine Baustelle, die aktiv Kunden kostet.
Die grösste Lücke: unsichtbar für Google und AI
SEO und Inhalt ist mit Abstand die schwächste Kategorie. 85 Prozent der Websites liegen unter 5 Punkten und die Hälfte bei 3 oder tiefer. Bei 40 Prozent der Websites ist es die schwächste Kategorie überhaupt.
Konkret heisst das: Seitentitel ohne Leistung und Ort, fehlende oder leere Meta Beschreibungen, kaum Text, der erklärt, was das Unternehmen eigentlich anbietet und für wen. Diese Websites sehen oft ordentlich aus, aber Google und zunehmend auch AI Assistenten können sie weder einordnen noch empfehlen. Die Folge ist ein Auftritt, der still bleibt: technisch online, praktisch unsichtbar.
Die zweite Lücke: Besucher kommen, aber nichts passiert
Conversion ist mit 4,0 die zweitschwächste Kategorie; 71 Prozent liegen unter 5 und ein Viertel bei 3 oder tiefer. Typische Muster aus den Analysen: kein klarer Handlungsaufruf, Telefonnummern als reiner Text statt als antippbarer Link, Kontaktmöglichkeiten, die erst nach mehreren Klicks auftauchen. Wer es auf diese Websites schafft, findet oft schlicht keinen einfachen nächsten Schritt.
Schnelle technische Fixes, die Wirkung zeigen
Einige Probleme tauchten in den Analysen immer wieder auf und sind in wenigen Stunden behoben. Bei mindestens 35 Prozent der Websites fehlt das og:image, sodass geteilte Links auf WhatsApp oder LinkedIn ohne Vorschaubild erscheinen. Bei mindestens 29 Prozent ist der Seitentitel generisch oder unvollständig. Bei mindestens 28 Prozent fehlt die Meta Beschreibung oder sie ist leer. Bei 15 Prozent ist das Zoomen auf dem Handy technisch blockiert. Und bei rund 5 Prozent ist die Telefonnummer auf dem Handy nicht antippbar.
Das Problem ist strukturell, nicht branchenspezifisch
Die Unterschiede zwischen den Branchen sind klein: Die Durchschnitte liegen zwischen 3,9 und 4,8. Gastronomie und Gesundheitspraxen schneiden leicht besser ab, Reinigungsbetriebe am schwächsten. Kein Wirtschaftszweig kann sich auf dem Feld ausruhen: Die Lücke zieht sich durch die ganze KMU Landschaft.
Was Ihr KMU morgen tun kann
- Schreiben Sie Leistung und Ort in den Seitentitel, zum Beispiel Schreinerei in Aarau statt nur Firmenname.
- Füllen Sie die Meta Beschreibung jeder wichtigen Seite mit zwei klaren Sätzen.
- Machen Sie die Telefonnummer antippbar und setzen Sie einen sichtbaren Handlungsaufruf auf die Startseite.
- Ergänzen Sie ein og:image, damit geteilte Links ein Vorschaubild zeigen.
- Beantworten Sie auf der Startseite in zwei Sätzen, was Sie anbieten, für wen und warum bei Ihnen.
Fazit
Die meisten Schweizer KMU Websites sind kein Totalschaden, aber fast alle bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten. Der Durchschnitt von 4,5 zeigt: Wer die Grundlagen sauber umsetzt, gehört schnell zu den Besten seiner Branche, denn eine 7 erreicht dort heute niemand.
Wollen Sie wissen, wo Ihre Website steht? Genau die Analyse aus dieser Studie führen wir für Ihre Website kostenlos durch: Kostenlose Website Analyse anfordern. Mehr zu den Grundlagen lesen Sie unter SEO Basis für KMU und wie wir Websites bauen, die gefunden werden, unter Websites von amai!.