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Eine Website, die auf beiden Seiten des Röstigrabens gefunden wird

Tom
von Tom

Eine Schreinerei in Biel, ein Treuhandbüro in Murten, ein Gartenbauer in Siders. Alle drei arbeiten mitten an der Sprachgrenze. Ihre Kundschaft spricht morgens Deutsch und nachmittags Französisch. Die Website spricht trotzdem meistens nur eine Sprache.

Das fällt im Alltag kaum auf, weil die Stammkundschaft ohnehin anruft. Neue Kundschaft sucht aber zuerst online. Wer in Bienne nach einem «menuisier» sucht, findet die Schreinerei mit der rein deutschen Website schlicht nicht. Der Auftrag geht an die Konkurrenz zwei Strassen weiter.

Kurz gesagt: Eine Website wird auf beiden Seiten des Röstigrabens gefunden, wenn jede Sprache eine eigene, vollständige Version mit eigener Adresse hat (etwa /de/ und /fr/). Die Texte müssen in der Sprache geschrieben sein, in der die Leute suchen, nicht bloss übersetzt. Google braucht technische Hinweise, welche Seiten zusammengehören. Und Ihr Google Unternehmensprofil, Ihre Werbung und Ihre Bewertungen müssen beide Sprachen abdecken. Rund 62 Prozent der Bevölkerung sprechen hauptsächlich Deutsch, 23 Prozent Französisch. An der Sprachgrenze ist der Anteil der zweiten Sprache oft noch viel höher.

Warum verliert eine einsprachige Website an der Sprachgrenze Kundschaft?

Laut Bundesamt für Statistik ist Französisch für fast jede vierte Person in der Schweiz die Hauptsprache. In Biel/Bienne, der grössten zweisprachigen Stadt des Landes, im Kanton Freiburg und im Wallis teilt sich der Markt noch direkter auf. Wer dort nur in einer Sprache auftritt, ist für einen grossen Teil der Nachbarschaft unsichtbar.

Der Grund ist simpel. Suchmaschinen zeigen Resultate in der Sprache der Suchanfrage. Eine Seite, die nur das Wort «Schreinerei» enthält, rankt nicht für «menuiserie». Daran ändert auch ein guter Ruf nichts.

Dazu kommt das Vertrauen. Viele Romands lesen Deutsch, kaufen aber lieber bei jemandem, der sie in ihrer Sprache anspricht. Umgekehrt gilt dasselbe. Eine Offerte auf Französisch nach einer Anfrage auf Französisch wirkt nach einem Betrieb, der zuhört.

Vergleich: links eine einsprachige Website, die nur bei deutschen Suchanfragen erscheint, rechts eine zweisprachige Website, die bei deutschen und französischen Suchanfragen gefunden wird

Reicht ein Übersetzungs Plugin für eine zweisprachige Website?

Selten. Automatische Übersetzungs Plugins legen die zweite Sprache oft als Schicht über die Seite. Manchmal sieht Google diese Version gar nicht, weil sie erst im Browser entsteht. Manchmal entsteht ein Text, den kein Romand so schreiben würde.

Das Problem sind die Suchbegriffe. Wer in Freiburg ein Bad renovieren will, sucht nach «rénovation salle de bain Fribourg» und nicht nach einer wörtlichen Übersetzung Ihres deutschen Titels. Fachbegriffe, Ortsnamen und Redewendungen unterscheiden sich. Eine gute französische Version beginnt deshalb mit der Frage, wie Ihre Kundschaft auf Französisch sucht.

Maschinelle Übersetzung ist als Entwurf heute brauchbar. Danach muss jemand den Text lesen, der die Sprache als Muttersprache spricht. Bei amai! schreiben wir jede Website nativ in Deutsch, Französisch und Englisch. Die drei Versionen sind gleichwertig und keine davon ist ein Anhängsel.

Wie wird Ihre Website in beiden Sprachen gefunden?

  1. Jede Sprache bekommt eigene Adressen. Zum Beispiel ihrefirma.ch/de/ und ihrefirma.ch/fr/. Nur so kann Google beide Versionen getrennt erfassen und richtig ausspielen.
  2. Verknüpfen Sie die Versionen mit hreflang. Diese unsichtbaren Hinweise sagen Google, dass /de/schreinerei und /fr/menuiserie dieselbe Seite in zwei Sprachen sind. Fehlen sie, konkurrieren Ihre eigenen Seiten gegeneinander.
  3. Recherchieren Sie die Suchbegriffe pro Sprache. Nicht übersetzen, sondern nachschauen, welche Wörter tatsächlich gesucht werden. Oft heisst das Angebot auf Französisch ganz anders.
  4. Übersetzen Sie auch die Adressen und Titel. Eine französische Seite unter /fr/badsanierung verschenkt Potenzial. Titel, Beschreibung und Bildtexte gehören ebenfalls in die jeweilige Sprache.
  5. Führen Sie Ihr Google Unternehmensprofil zweisprachig. Beschreibung, Leistungen und Beiträge in beiden Sprachen. Bitten Sie Kundschaft beider Sprachen um Bewertungen, denn diese wirken auch auf die Suchresultate.
  6. Trennen Sie Google Ads Kampagnen nach Sprache. Eine Kampagne mit deutschen Anzeigen für deutschsprachige Nutzer, eine mit französischen für französischsprachige. Gemischte Kampagnen verschwenden Budget.
  7. Messen Sie beide Sprachen getrennt. Wie viele Besuche, Anfragen und Rankings kommen aus jeder Version? Erst dann sehen Sie, ob die zweite Sprache wirklich arbeitet.

Den letzten Schritt übernimmt unser Feedback Loop. Er prüft jeden Monat, wie Ihre Seite bei Google auftaucht und ob ChatGPT und andere KI Assistenten Sie empfehlen. Wir tun das in beiden Sprachen, denn eine KI, die auf Französisch gefragt wird, stützt sich vor allem auf französische Quellen.

Werden Sie auch auf der anderen Seite des Röstigrabens gefunden?

Wir prüfen kostenlos, wie Ihre Website bei deutschen und französischen Suchanfragen abschneidet. Sie erfahren, ob Google beide Sprachversionen richtig erkennt und welche Suchbegriffe Ihnen in der zweiten Sprache entgehen.

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Was bringt eine zweisprachige Website konkret?

Zuerst einen grösseren Markt, ohne einen Kilometer weiter fahren zu müssen. Ein Betrieb in Biel erreicht mit einer französischen Version plötzlich auch den Berner Jura und Neuenburg. Ein Treuhandbüro in Freiburg spricht beide Kantonshälften an.

Dann weniger Konkurrenz. In vielen Branchen sind zweisprachige Websites von KMU immer noch die Ausnahme. Wer seine französische Version sauber aufbaut, rankt dort oft schneller als im umkämpften deutschen Umfeld.

Und schliesslich bessere Anfragen. Wer in der eigenen Sprache informiert wurde, ruft mit klareren Vorstellungen an. Das spart Ihnen Zeit im Erstgespräch.

Was ist mit KI Antworten in zwei Sprachen?

ChatGPT, Perplexity und die KI Übersicht von Google beantworten Fragen in der Sprache, in der sie gestellt werden. Für ihre Antwort greifen sie auf Quellen in dieser Sprache zurück. Fragt jemand auf Französisch nach einem Elektriker in Siders, zählt Ihre französische Seite.

Für KI gilt dasselbe wie für Google: klare Antworten auf echte Fragen, eine FAQ in jeder Sprache und konsistente Angaben zu Adresse, Leistungen und Einzugsgebiet. Ein zweisprachiges Unternehmen, das das konsequent umsetzt, wird in beiden Sprachräumen genannt.

Häufige Fragen

Brauche ich wirklich zwei komplette Websites? Nein. Sie brauchen eine Website mit zwei vollständigen Sprachversionen unter derselben Domain, zum Beispiel /de/ und /fr/. Das ist einfacher zu pflegen als zwei getrennte Seiten. Ausserdem profitiert so jede Sprachversion von der Stärke der ganzen Domain.

Reicht eine automatische Übersetzung für Google? Für einen ersten Entwurf ja, für gute Rankings selten. Google bestraft maschinelle Texte nicht automatisch. Sie treffen aber oft die echten Suchbegriffe nicht. Eine Person mit der Zielsprache als Muttersprache sollte jeden Text prüfen und an die lokale Suche anpassen.

Was ist hreflang und brauche ich das? hreflang ist ein technischer Hinweis im Code, der Google sagt, welche Seiten dieselben Inhalte in verschiedenen Sprachen zeigen. Ohne diesen Hinweis kann Google die falsche Sprachversion anzeigen oder beide Seiten als Konkurrenz behandeln. Für jede mehrsprachige Website ist er Pflicht.

Lohnt sich eine französische Version auch für einen Betrieb in Bern oder Solothurn? Oft ja. Viele Betriebe im Kanton Bern bedienen auch den Berner Jura, Biel oder die Region Neuenburg. Zudem leben in der Deutschschweiz viele Menschen, die lieber auf Französisch suchen. Ein Blick in die Suchdaten zeigt schnell, ob die Nachfrage da ist.

Wie viel kostet eine zweisprachige Website bei amai? Eine zweisprachige Website ist bei amai im Website Abo ab 99 Franken pro Monat möglich. Wir schreiben die Texte nativ in Deutsch, Französisch und Englisch und pflegen alle Versionen laufend. Umfang und genauer Preis werden pro Kunde vereinbart.

Tom de Vree

Tom de Vree · Gründer von amai

Tom de Vree entwickelt und betreut Websites, digitale Plattformen und Automatisierungen für Schweizer KMU.

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